Oftering liegt im oberösterreichischen Zentralraum auf einer Höhe von 315 Metern und erstreckt sich über eine Fläche von 13,5 Quadratkilometern. Mehr als achtzig Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, während sieben Prozent bewaldet sind. Das Gebiet ist Teil des Bezirks Linz-Land und grenzt an mehrere Nachbargemeinden.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, wie Funde im nahegelegenen Kranzing belegen. Die erste urkundliche Erwähnung von Oftering datiert aus dem Jahr 808, als ein gewisser Phetaro Güter an das Stift Mondsee übertrug. Der Name leitet sich vermutlich von einem bajuwarischen Personennamen ab und bedeutet so viel wie „Land des Ofther“. Im Mittelalter war das Gebiet zwischen verschiedenen Adelsfamilien umstritten, darunter die Schiffer, die das Schloss Freiling fast fünf Jahrhunderte lang besaßen. Während des Bauernkriegs wurde die Burg 1626 niedergebrannt, später wiederaufgebaut und schließlich 1863 durch einen Brand zerstört.
Heute prägen das Wasserschloss Freiling und die katholische Pfarrkirche die Gemeinde. Das Schloss, einst eine Wasserburg, wurde nach dem Brand von 1682 im barocken Stil wiederhergestellt und ist heute in Privatbesitz. Die Pfarrkirche geht auf einen Wehrturm aus dem frühen Mittelalter zurück. Im Gemeindewappen erinnert eine Eule an die Grafen Kauthen, die das Schloss über Jahrhunderte prägten. Wirtschaftlich ist Oftering vor allem durch den Gewürzmittelhersteller Almi International geprägt, der als größter Arbeitgeber der Region gilt.