Olomouc liegt im Osten Tschechiens, in der Region Mähren, an der March, wo der Fluss Feistritz einmündet. Die Stadtmitte befindet sich auf etwa 219 Metern Höhe in einer von Hügeln umgebenen Ebene, die sich nach Nordwesten und Südosten öffnet. Mit über einhunderttausend Einwohnern ist sie eine der größten Städte des Landes und ein bedeutendes Zentrum für Handel, Kultur und Verwaltung.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon im zweiten Jahrhundert gab es hier ein römisches Heerlager, später folgte eine slawische Siedlung. Um das Jahr 1017 wurde Olomouc erstmals schriftlich erwähnt, als es zum böhmischen Staat gehörte. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen politischen und kirchlichen Zentrum, etwa als Sitz eines Bistums und später eines Erzbistums. Im 16. Jahrhundert prägten Jesuiten und die Gründung einer Universität das geistige Leben, während die Stadt im Dreißigjährigen Krieg schwer litt.
Olomouc ist bekannt für seine historische Altstadt, die seit den 1970er Jahren unter Denkmalschutz steht. Besonders sehenswert ist die barocke Dreifaltigkeitssäule, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Stadt beherbergt eine der ältesten Universitäten des Landes und ist Sitz eines Erzbischofs. Auch die jüdische Geschichte ist hier spürbar, etwa durch die wiederhergestellte Synagoge und Stolpersteine, die an die Opfer der nationalsozialistischen Besatzung erinnern.