Opava liegt in einer fruchtbaren Hügellandschaft nahe dem Zusammenfluss von Opava und Moravice, unweit der polnischen Grenze. Die Stadt breitet sich im Leobschützer Lösshügelland aus, umgeben von Nachbarorten wie Oldřišov im Nordosten und Hradec nad Moravicí im Süden.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, doch als Kaufmannssiedlung entstand der Ort vermutlich im 12. Jahrhundert entlang eines Handelswegs. 1195 erstmals als „Opavia“ erwähnt, erhielt die Stadt bereits 1215 Stadtrechte und entwickelte sich dank Handel und Handwerk zum Zentrum der Region. Prägend waren Klöster wie das der Minoriten und der Deutsche Orden, der die gotische Stadtkirche Mariä Himmelfahrt errichtete. Im 13. Jahrhundert wurde Opava zur Residenzstadt des Herzogtums Troppau, das später unter verschiedene Herrscher wie die Liechtensteiner fiel.
Die Stadt prägt eine Mischung aus historischem Erbe und kultureller Vielfalt. Das ehemalige Jesuitengymnasium, heute Sitz des Troppauer Landesarchivs, zeugt von der langen Bildungsgeschichte. Der Fürstenkongress von 1820, bei dem europäische Herrscher über politische Unruhen berieten, unterstreicht die historische Bedeutung. Heute gliedert sich Opava in neun Stadtteile und beherbergt mit dem Schlesischen Landtag und dem Landesarchiv wichtige Institutionen. Die umliegende Landschaft mit ihren Hügeln und Flüssen bietet zudem reizvolle Ausflugsmöglichkeiten.