Opole liegt in Oberschlesien, beidseitig der Oder, zwischen Breslau und Katowice in der Schlesischen Tiefebene. Die Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und ein kulturelles sowie administratives Zentrum mit Universität, Technischer Universität und einer Kunstschule. Ihr Klima ist warmgemäßigt mit kontinentalem Einfluss und etwa 160 bis 180 Regentagen jährlich.
Die erste Erwähnung der Stadt geht auf das frühe 10. Jahrhundert zurück, als ein Stammesgebiet der Opolanen an der Oder genannt wurde. Im 12. Jahrhundert entstand das Herzogtum Oppeln, das von den Piasten regiert wurde. Die Stadt entwickelte sich unter Herzog Kasimir I., der sie nach Flämischem Recht gründete und mit einer Ziegelmauer befestigte. Im Mittelalter prägten Handel, Handwerk und die Ansiedlung deutscher Siedler das Stadtbild, während sie später unter böhmischer, polnischer und schließlich preußischer Herrschaft stand.
Opole ist bekannt für seine historische Altstadt mit der Kathedrale zum Heiligen Kreuz und dem ehemaligen Piastenschloss, das im 20. Jahrhundert abgerissen wurde. Die Stadt bewahrt ihr schlesisches Erbe durch eine lebendige deutsche Minderheit und kulturelle Einrichtungen wie das Museum des Oppelner Schlesiens. Die Oderinsel Bolko und die erhaltenen mittelalterlichen Tore wie das Beuthener Tor prägen das Stadtbild. Zudem ist Opole ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region.