Orange liegt in einer flachen, hügeligen Ebene des unteren Rhônetals, etwa 20 Kilometer nördlich von Avignon. Der Fluss Eygues mündet wenige Kilometer entfernt in die Rhône und prägt die Landschaft. Die Stadt grenzt im Norden an das Département Gard und wird von zehn Nachbargemeinden umgeben.
Ihren Namen erhielt die Stadt von den Römern, die sie Arausio nannten – nach einem lokalen Wassergott. Eine berühmte Schlacht bei Arausio im Jahr 105 v. Chr. endete mit einer schweren Niederlage der Römer gegen germanische Stämme. Später wurde Orange Hauptstadt eines Fürstentums und fiel erst 1713 nach dem Vertrag von Utrecht an Frankreich. Als Bistum bestand der Ort von 350 bis 1801, und 529 fand hier eine bedeutende Synode statt.
Berühmt ist Orange für seine römischen Bauwerke, darunter ein Theater aus dem 1. Jahrhundert und ein monumentales Tor, das fälschlich als Triumphbogen gilt. Beide zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt mit der ehemaligen Kathedrale und dem Rathaus aus dem 17. Jahrhundert rundet das Bild ab. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit mehreren europäischen und außereuropäischen Städten und ist für ihre kulturellen Veranstaltungen bekannt.