Osijek liegt im Osten Kroatiens am Ufer der Drau, kurz bevor sie in die Donau mündet. Die Stadt ist von flachen Landschaften umgeben und nur wenige Dutzend Kilometer von Ungarn und Serbien entfernt. Mit ihren verschiedenen Stadtteilen wie der historischen Festung, der Ober- und Unterstadt bildet sie ein lebendiges Zentrum. In der Umgebung erstrecken sich ausgedehnte Naturlandschaften wie der Kopački rit, ein großes Sumpfgebiet.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch ihre prägende Geschichte begann in römischer Zeit als Colonia Aelia Mursa. Nach Zerstörungen durch Goten und Hunnen entstand im Mittelalter eine neue Siedlung um eine Burg der Familie Kružić. Unter osmanischer Herrschaft wurde Osijek mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, bis es schließlich unter habsburgische Herrschaft kam. Im 20. Jahrhundert erlebte die Stadt wechselvolle Zeiten, von der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu schweren Kämpfen während des Kroatienkriegs.
Heute ist Osijek bekannt für seine neugotische Kathedrale St. Peter und Paul mit ihrem markanten 90 Meter hohen Turm. Die barocke Festung beherbergt historische Gebäude wie das Generalkommandogebäude und die Hauptwache. Die Stadt pflegt enge Verbindungen zu internationalen Partnern wie Pécs in Ungarn und Pforzheim in Deutschland. Mit ihrer Universität, Theatern und Museen sowie den nahen Weinbauorten Erdut und Kneževi Vinogradi verbindet Osijek kulturelles Erbe mit lebendiger Gegenwart.