Ossingen liegt im Zürcher Weinland, etwa vier Kilometer ostnordöstlich von Kleinandelfingen, in einer von sanften Hügeln geprägten Landschaft. Der Ort ist Teil des Bezirks Andelfingen und wird von der Andelfinger Seenplatte mit dem Husemersee umgeben, der zu den Naturschutzgebieten zählt. Im Nordwesten findet sich der Weiler Langenmoos, während Gisenhard als historische Siedlung zwischen den Strecken Frauenfeld–Schaffhausen und Winterthur–Stein am Rhein liegt.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit und die Hallstattzeit zurück, wie Funde am Husemersee und Grabhügel im Speck belegen. Im Mittelalter war Ossingen ein Verwaltungszentrum des Klosters Reichenau, bevor es über die Kyburger und Habsburger schließlich zu Zürich kam. Wirtschaftlich spielte über Jahrhunderte die Fischzucht in den zahlreichen Weihern eine wichtige Rolle.
Heute prägen Wein- und Obstbau sowie Kälbermast das Bild, besonders im Weiler Burghof mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden. Das Wappen zeigt ein rotes Weidenblatt auf silbernem Grund. Das Schloss Wyden am Ausgang des Lattenbachtobels und die historische Verbindung zu Klöstern wie St. Gallen und St. Peter in Konstanz unterstreichen die kulturelle Bedeutung des Ortes.