Osterburg liegt in der Altmark, etwa 25 Kilometer nördlich von Stendal, wo die Flüsse Biese und Uchte zusammenfließen. Die Stadt ist Teil des Landkreises Stendal in Sachsen-Anhalt und gliedert sich in elf Ortschaften mit insgesamt 31 Ortsteilen und 19 Wohnplätzen.
Die erste Erwähnung Osterburgs stammt aus dem Jahr 1157, als Albrecht der Bär in einer Urkunde einen Grafen Werner von Osterburg als Zeugen nennt. Im 12. Jahrhundert entstand die Siedlung an der heutigen Breiten Straße, und 1208 erhielt sie Stadtrechte. Prägend waren die Zugehörigkeit zur Hanse im 15. Jahrhundert und die Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges. Später entwickelte sich die Stadt zu einem regionalen Zentrum mit Eisenbahnanschluss und industrieller Produktion, darunter die Spargelzucht, die Osterburg den Beinamen Spargelstadt einbrachte.
Die Stadt ist bekannt für ihre historische Nicolaikirche, die bereits 1188 geweiht wurde, und die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, deren Verlauf noch heute in Straßen wie der Bergstraße erkennbar ist. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden repräsentative Gebäude im neogotischen Stil, darunter das Hospital St. Georg und das Bahnhofsgebäude. Seit 2008 führt Osterburg den Zusatz „Hansestadt“ und feierte 2007 ihr 850-jähriges Bestehen.