Ostiglia liegt in der Lombardei, eingebettet zwischen den flachen Ufern des Po und den sanften Hügeln der Provinz Mantua. Südöstlich der Provinzhauptstadt gelegen, verbindet der Ort die fruchtbaren Ebenen Norditaliens mit den Handelsrouten des Flusses. Mit seiner Lage an der Via Claudia Augusta war er schon in der Antike ein wichtiger Durchzugsort.
Seine Wurzeln reichen bis in die römische Zeit zurück, als er unter dem Namen Hostilia bekannt war. Im Mittelalter wechselten die Herrscher häufig, von den Veronesern über die Scaliger und Visconti bis zu den Gonzaga. Die Burg, einst ein Symbol der Macht, wurde im frühen 18. Jahrhundert geschleift. Ein prägendes Ereignis der Neuzeit war die Gründung des Verlagshauses Arnoldo Mondadori Editore im Jahr 1907.
Heute ist Ostiglia ein Verkehrsknotenpunkt, wo sich bedeutende Straßen wie die Strada Statale 482 und die Strada Statale 12 kreuzen. Der Po-Radweg führt durch den Ort, der auch an der Bahnstrecke Verona–Bologna liegt. Berühmte Persönlichkeiten wie der Historiker Cornelius Nepos oder die Violinistin Regina Strinasacchi stammen von hier.