Otelfingen liegt im Furttal am Fuss der Lägern, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Zürich, nahe der Grenze zum Kanton Aargau. Der Ort erstreckt sich entlang des Dorfbachs, umgeben von einer Landschaft, die zu einem Drittel landwirtschaftlich genutzt wird, während Wälder fast 40 Prozent der Fläche bedecken. Die Gemeinde ist Teil des Bezirks Dielsdorf und zählt zu den wenigen im Kanton Zürich mit einem historischen Dorfkern, der unter Denkmalschutz steht.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, darunter Werkstätten für Feuerstein und bronzezeitliche Siedlungsreste. Schriftlich erwähnt wird Otelfingen erstmals im 11. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Kloster Wettingen. Über Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft das Leben, doch der Ort wurde auch durch seine Lage an einer wichtigen römischen Strasse und später als Teil der Landvogtei Regensberg bekannt. Ein prägendes Ereignis war die Verpfändung an Zürich im Jahr 1409, die bis zum Ende der alten Eidgenossenschaft Bestand hatte.
Heute besticht Otelfingen durch seinen malerischen Dorfkern mit frühneuzeitlichen Bauernhäusern und der reformierten Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Das ehemalige Mühlengebäude dient als Kulturzentrum für Konzerte. Wirtschaftlich ist der Ort durch ein Industriegebiet mit Maschinenbaufirmen geprägt, während der öffentliche Verkehr durch die S-Bahn Zürich und Buslinien gut erschlossen ist. Besonderheiten sind der Jugendzirkus Otelli und die gescheiterten Pläne einer grossen „Furttalstadt“ in den 1960er Jahren.