Otting liegt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, eingebettet zwischen Wemding und Monheim. Das Juradorf erstreckt sich auf einer Gemarkung von etwa 13 Quadratkilometern und umfasst neben dem Hauptort auch die Weiler Dattenbrunn und Weilheimerbach sowie die Einöde Henthalhof. Die Landschaft ist geprägt vom Jurameer vergangener Zeiten, dessen Spuren sich in den Gesteinsschichten und dem Suevit finden, einem vulkanischen Gestein aus der Zeit des Meteoriteneinschlags im Rieskessel.
Seine Wurzeln reichen bis in die schwäbische Landnahme des 3. bis 6. Jahrhunderts zurück, als alemannische Bauern das Gebiet besiedelten. Der Ortsname Otting deutet auf eine Gründung durch einen Anführer namens Otto hin, der sich hier an einem günstig gelegenen Meierhof niederließ. Später entstand eine mittelalterliche Burg, die im 11. Jahrhundert errichtet wurde und deren Kapelle St. Georg 1395 erstmals urkundlich erwähnt wird. Die Ritter von Otting prägten über Jahrhunderte die Geschichte der Region, bis ihr Geschlecht 1578 ausstarb. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf fast entvölkert, doch die Bewohner kehrten bald zurück.
Besonders bekannt ist Otting für seine geologischen Besonderheiten wie die Pumperhöhle, eine Tropfsteinhöhle mit zisternenartigen Vertiefungen, und den Suevit-Steinbruch. Dieser wurde in den 1970er Jahren von Astronauten der NASA besucht, um Erkenntnisse über Mondgestein zu gewinnen. Heute dient der Steinbruch der Zementherstellung. Die Pumperhöhle erinnert mit Opferstellen an frühe Bewohner, die hier einst lebten. Flurnamen und ein Burgstall zeugen noch heute von der mittelalterlichen Burg, die einst das Dorf überragte.