Ottweiler liegt im Saarland an der Blies, etwa 32 Kilometer nordöstlich von Saarbrücken. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Landkreises Neunkirchen und gliedert sich in die Stadtteile Ottweiler, Fürth im Ostertal, Lautenbach, Mainzweiler und Steinbach. Zu Ottweiler gehören zudem die Ortsteile Neumünster und Wetschhausen.
Der Ursprung Ottweilers geht auf ein Kloster im heutigen Ortsteil Neumünster zurück, das 871 gegründet wurde. König Ludwig der Deutsche schenkte dem Metzer Bischof Besitz in mehreren Orten, darunter im heutigen Kreis St. Wendel. Im 13. Jahrhundert erlebte die Siedlung unter den Grafen von Nassau-Saarbrücken eine Blütezeit, die 1550 mit der Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl V. ihren Höhepunkt fand. Später wurde Ottweiler Sitz der Grafen von Nassau-Ottweiler, bis die Linie 1728 erlosch.
Bekannt ist Ottweiler für seine historische Porzellanmanufaktur, die 1763 gegründet wurde und deren Erzeugnisse heute zu den seltensten Porzellanen der Welt zählen. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Saint Rémy in Frankreich und Vrilissia in Griechenland. Verkehrlich ist Ottweiler durch Bundesstraßen und die Nahetalbahn gut angebunden, während die Ostertalbahn heute nur noch im Güterverkehr genutzt wird.