Padua liegt in der Po-Ebene, etwa dreißig Kilometer westlich von Venedig, am Fluss Bacchiglione. Die Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und beherbergt über zweihunderttausend Einwohner. Ihr Name geht auf das antike Patavium zurück, das bereits in der Frühzeit als bedeutender Handelsplatz an den Wasserwegen der Region entstand.
Die Wurzeln Paduas reichen bis in die Antike zurück. Der Legende nach wurde die Stadt von dem Trojaner Antenor gegründet, doch archäologische Funde belegen Siedlungen am Bacchiglione bereits ab dem zwölften Jahrhundert vor Christus. Als Zentrum der Veneter entwickelte sie sich zu einem wichtigen Knotenpunkt für Handel und Schifffahrt. Im Laufe der Jahrhunderte stand Padua unter römischer Herrschaft, überstand die Wirren der Völkerwanderung und erlebte im Mittelalter eine Blütezeit unter den Carraresi. Die Universität, eine der ältesten Europas, wurde hier im dreizehnten Jahrhundert gegründet.
Heute ist Padua vor allem für seinen botanischen Garten und die reichhaltigen Freskenzyklen des vierzehnten Jahrhunderts bekannt, die beide zum UNESCO-Welterbe zählen. Die Universität zieht seit Jahrhunderten Gelehrte und Künstler an, darunter Namen wie Giotto und Donatello. Die Stadt bewahrt zudem Spuren ihrer bewegten Geschichte, von römischen Tempeln bis zu mittelalterlichen Befestigungen, und bleibt ein lebendiges Zentrum kultureller Traditionen.