Palermo liegt an einer weiten Bucht der Tyrrhenischen See an der Nordküste Siziliens. Im Norden wird die Bucht vom Monte Pellegrino begrenzt, im Osten vom Monte Catalfano. Die fruchtbare Ebene dazwischen trägt den Namen Conca d’Oro, was auf die früheren Orangenhaine zurückgeht. Die Stadt ist heute das politische und kulturelle Zentrum Siziliens und bildet eine große Agglomeration mit über einer Million Einwohnern in der Metropolregion.
Die Stadt blickt auf eine über 2.800 Jahre alte Geschichte zurück. Gegründet von den Phöniziern als Handelsstützpunkt, erhielt sie später von den Griechen den Namen Panhormos. Unter arabischer Herrschaft wurde sie zur blühenden Metropole mit prächtigen Gärten und einem bedeutenden Hafen. Die Normannen machten Palermo zur Hauptstadt ihres Königreichs und prägten das Stadtbild mit Bauwerken, die arabische, byzantinische und normannische Stile vereinen.
Palermo besticht durch seine einzigartige Architektur, darunter die Sommerresidenz La Zisa und Kirchen wie San Giovanni degli Eremiti mit ihren markanten roten Kuppeln. Die Stadt war einst Residenz Kaiser Friedrichs II. und Zentrum der Sizilianischen Dichterschule. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und einer von der Mafia geprägten Epoche erlebte Palermo eine kulturelle und politische Renaissance, besonders als Hauptstadt der Autonomen Region Sizilien.