Paluzza liegt versteckt in den Bergen Nordostitaliens, wo das Valle del But vom gleichnamigen Fluss durchzogen wird. Die Gemeinde befindet sich etwa 67 Kilometer nordwestlich von Udine und grenzt direkt an Österreich. Zu ihr gehören mehrere kleine Dörfer wie Casteons, Cleulis und Timau. Mit fast 1.900 Einwohnern ist Paluzza Teil der Comunità Montana della Carnia, einer Berggemeinschaft, die sich für die Entwicklung der Region einsetzt.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Zusammenhang mit seiner Lage an wichtigen Handelsrouten, die schon früh Verbindungen nach Österreich und Südtirol schufen. Im Ersten Weltkrieg spielte Paluzza eine Rolle als Standort einer schmalspurigen Eisenbahnstrecke, die von Tolmezzo bis nach Moscardo führte. Diese Bahnlinie verband das Tal mit dem Hinterland, verlor aber nach wenigen Jahren ihre Bedeutung und wurde stillgelegt.
Was Paluzza besonders macht, sind seine landschaftliche Schönheit und seine Verbindung zu historischen Ereignissen. Die Gemeinde ist bekannt für ihre traditionellen Dörfer und die Nähe zu den Alpen. Persönlichkeiten wie die Langstreckenläuferin Venanzio Ortis oder die Olympionikin Manuela Di Centa stammen von hier. Auch die Geschichte der Lastenträgerin Maria Plozner Mentil, die im Ersten Weltkrieg half, Verletzte zu transportieren, prägt das Bild des Ortes.