Párnica liegt in der Nordmitte der Slowakei, eingebettet zwischen dem Hügelland Oravská vrchovina und den Ausläufern der Kleinen Fatra. Der Ort breitet sich beiderseits des Baches Zázrivka aus, der sich durch das Massiv der Kleinen Fatra schlängelt und schließlich in die Orava mündet. Das Zentrum des Dorfes befindet sich auf einer Höhe von etwa 458 Metern, während der Veľký Rozsutec mit 1610 Metern den höchsten Punkt in der Umgebung bildet. Dolný Kubín ist etwa neun Kilometer entfernt.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Párnica im Jahr 1420 als villa Paranice, damals unter der Verwaltung der Burg Arwa. Im 18. Jahrhundert lebten hier rund 876 Menschen, und im 19. Jahrhundert prägten Landwirtschaft, Schafzucht, Flößerei und Handwerke den Alltag. Später kamen eine Papierfabrik und drei Steinbrüche hinzu, die jedoch heute nicht mehr in Betrieb sind. Bis 1918 gehörte der Ort zum Königreich Ungarn, bevor er Teil der Tschechoslowakei und später der Slowakei wurde.
Besonders bekannt ist Párnica für seine evangelische Kirche, die zwischen 1926 und 1927 erbaut wurde. Der Ort ist verkehrstechnisch gut angebunden: Die Straße 1. Ordnung 70 führt durch das Dorf, und die Straße 2. Ordnung 583 endet hier. Zudem gibt es einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kraľovany–Suchá Hora.