Pasewalk liegt im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns am Ostufer der Uecker, zwischen der Ueckermünder Heide im Norden und der fruchtbaren uckermärkischen Grundmoränenlandschaft im Süden. Die Stadt ist umgeben von ausgedehnten Wiesen an der Uecker und liegt etwa zwanzig Kilometer von den polnischen Grenzübergängen entfernt. Zu ihr gehören die Ortsteile Franzfelde, Friedberg, Steinbrink und Stiftshof.
Die erste Erwähnung des Ortes geht auf eine slawische Burg namens „Posduwolc“ zurück, die bereits im 11. Jahrhundert bestand. Der Name leitet sich von den slawischen Wörtern für Ringwall und Wolf ab und verweist auf den dänischen Fürsten Jarl Wolf. Als Stadt wurde Pasewalk erstmals 1276 urkundlich erwähnt, erhielt aber vermutlich schon früher Stadtrechte. Im Mittelalter war sie ein wichtiger Handelsplatz und Mitglied der Hanse, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg durch kaiserliche Truppen fast vollständig zerstört wurde.
Pasewalk trägt den Beinamen „Kürassierstadt“, da hier das berühmte Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 stationiert war. Das Regiment prägte das städtische Leben und brachte wirtschaftliche Impulse, etwa durch den Tabakanbau, den preußische Könige förderten. Die Stadt entwickelte sich zu einem Verkehrsknotenpunkt, als die Postlinie Berlin–Stralsund hier abzweigte. Heute ist sie Verwaltungssitz des Amtes Uecker-Randow-Tal und bekannt für ihre historische Bausubstanz und die landschaftlich reizvolle Umgebung.