Pavia liegt in der südwestlichen Lombardei, etwa 35 Kilometer südlich von Mailand, am Fluss Ticino kurz vor dessen Mündung in den Po. Die Stadt erstreckt sich auf einer flachen Terrasse, die durch zwei Täler geprägt ist, und erreicht an der Burg der Visconti ihren höchsten Punkt von etwa 80 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Wurzeln Pavias reichen bis in die Eisenzeit zurück, als keltische und ligurische Stämme hier siedelten. Unter dem Namen Ticinum wurde es später ein bedeutendes römisches Kastell und erhielt die Rechte eines Municipiums. Im Frühmittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem politischen Zentrum: Sie war Residenz der Ostgoten, Hauptstadt des Langobardenreichs und schließlich bis ins 11. Jahrhundert Hauptstadt Reichsitaliens.
Pavia bewahrt zahlreiche historische Schätze und ist Teil eines Naturparks, der die ursprüngliche Po-Ebene zeigt. Die Universität, eine der ältesten Europas, prägt das geistige Leben, während Bauwerke wie der Ponte Coperto und die Visconti-Burg die wechselvolle Geschichte widerspiegeln.