Penig liegt im Westen des Landkreises Mittelsachsen, eingebettet zwischen den sanften Hügeln der Region und durchflossen von der Zwickauer Mulde. Die Stadt befindet sich zwischen Rochlitz im Norden und Glauchau im Süden, unweit der wichtigen Verkehrsachse von Leipzig nach Chemnitz. Über die Staatsstraße 57 ist sie gut angebunden und liegt in einer malerischen Flusslandschaft, die von der Mulde geprägt wird.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1264, als ein Fridericus de Penic in einer Urkunde genannt wurde. Lange Zeit vermutete man eine Verbindung zu einer älteren sorbischen Siedlung, doch fehlen dafür belastbare Belege. Im frühen 14. Jahrhundert entwickelte sich Penig zur Stadt, begünstigt durch ihre Lage an einer alten Handelsroute und einem wichtigen Muldenübergang. Burggrafen von Leisnig prägten die frühe Geschichte, bis die Herrschaft 1538 an die Wettiner überging. Handwerk und Gewerbe blühten auf, besonders die Töpferzunft, deren Peniger Steinzeug weit über die Region hinaus bekannt war. Auch das Bierbrauen spielte eine bedeutende Rolle, wovon die historischen Kellerberge zeugen.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Alte Schloss und moderne Industriebetriebe das Bild der Stadt. Das Denkmal Weiße Spitze erinnert an die blutigen Kämpfe während der Völkerschlacht bei Leipzig. Penig war einst ein Zentrum der Papier- und Metallindustrie, das sich bis heute in Unternehmen wie der Technocell Dekor oder der Flender GmbH widerspiegelt. Die Stadt bewahrt auch die Erinnerung an dunkle Kapitel wie das KZ-Außenlager Penig und den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.