Penryn liegt im Südwesten Englands, in Cornwall, nur etwa einen Kilometer nordwestlich von Falmouth. Der Ort erstreckt sich am Ufer des Penryn River, der hier in den Ärmelkanal mündet. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und dem nahen Meer, das dem Ort seinen Namen gab – „Pen-ryn“ bedeutet im Kornischen so viel wie „Vorgebirge“. Trotz der räumlichen Nähe zu Falmouth entwickelte sich Penryn zu einem eigenständigen Hafenort, der vor allem im Mittelalter durch den Handel mit Granit und Zinn bekannt wurde.
Die Geschichte Penryns reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als der Ort 1216 unter der Leitung des Bischofs von Exeter gegründet wurde. Damit gehört Penryn zu den ältesten Städten Cornwalls. Noch älter ist der Hinweis aus dem Domesday Book, das das Gebiet damals unter dem Namen „Trelivel“ verzeichnete. Über die Jahrhunderte hinweg blieb Penryn ein wichtiger Handelsplatz, während es gleichzeitig einen Großteil seines historischen Erbes bewahren konnte – heute ist es die Stadt mit den meisten denkmalgeschützten Gebäuden in Cornwall.
Heute ist Penryn vor allem für seine gut erhaltene Altstadt mit historischen Bauwerken bekannt. Im Rathaus befindet sich ein Heimatmuseum, das Einblicke in die lokale Geschichte gibt. Die einzige Partnerstadt liegt in der Bretagne: Audierne. Persönlichkeiten wie der Siedler John Coode oder der Missionar William Gilbert Puckey haben ihre Spuren hinterlassen, doch auch der Sklave Thomas Pellow, der unter einem marokkanischen Herrscher lebte, stammt aus Penryn. Die Nähe zu Falmouth und die malerische Flusslandschaft machen den Ort zu einem reizvollen Ziel in Cornwall.