Perl liegt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg, eingebettet an den Hängen der Obermosel. Die Gemeinde erstreckt sich bis auf den Moselgau und wird im Westen von der Mosel begrenzt, die hier die Grenze zu Luxemburg bildet. Auf der anderen Flussseite liegen luxemburgische Orte wie Schengen und Remich, während im Süden französische Ortschaften wie Apach an Perl grenzen. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Schneeberg in Eft mit etwa 429 Metern Höhe. Durch Perl fließen kleinere Bäche wie der Engertsbungertbach und der Lonnenbach, die in die Mosel münden.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Mittelsteinzeit zurück, doch die ältesten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem 9. Jahrhundert. Damals wurden einige Ortsteile als Schenkungen an die Trierer Abtei St. Maximin dokumentiert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Perl mehrfach die Landesherrschaft, etwa während der Franzosenzeit oder nach dem Wiener Kongress, als es schließlich zu Preußen kam. Die heutige Gemeinde entstand 1974 durch den Zusammenschluss von 14 selbstständigen Orten.
Was Perl besonders macht, ist seine Lage an der Mosel, die nicht nur die Landschaft prägt, sondern auch Wirtschaft und Tourismus beeinflusst. Der Ort ist bekannt für seinen Weinbau, der zum Anbaugebiet Mosel gehört. Ein weiteres Highlight ist das römische Mosaik in Nennig, das aus dem 4. Jahrhundert stammt und von der römischen Vergangenheit zeugt. Zudem zieht Perl durch günstigere Preise im Vergleich zu den Nachbarländern viele Besucher aus Frankreich und Luxemburg an.