Perleberg liegt in der Prignitz, einer Region in Brandenburg, am Fluss Stepenitz, der durch die Stadt fließt und ins Elbe-Urstromtal mündet. Die Altstadt befindet sich auf einer Sandinsel zwischen zwei Stepenitzarmen, umgeben von flachem Gelände mit leichten Erhebungen im Norden und Westen. Südlich der Stadt erstreckt sich die Perleberger Heide, eine ausgedehnte, dünenreiche Talsandebene mit Kiefernwäldern. Nachbarorte sind Wittenberge und Pritzwalk, während die Stadt etwa in der Mitte zwischen Berlin und Hamburg liegt.
Die Geschichte Perlebergs reicht bis in die Bronzezeit zurück, als die Stepenitzinsel besiedelt wurde. Später folgten slawische Siedler, bevor die Stadt unter der Familie Gans entstand und 1239 das Stadtrecht erhielt. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelszentrum, trat der Hanse bei und prägte eigene Münzen. Die Stadt war von einer Mauer mit drei Toren umgeben und verfügte über eine Burg, Kirchen und Handwerksbetriebe.
Heute ist Perleberg als „Rolandstadt“ bekannt und beherbergt historische Bauwerke wie die St. Nikolaikirche. Die Stadt pflegt ihre Traditionen und liegt eingebettet in eine von Kiefernwäldern geprägte Landschaft, die zur Erholung einlädt.