Pescia liegt in der Toskana zwischen Lucca und Florenz am Fluss Pescia. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von etwa 79 Quadratkilometern und umfasst neben der Stadt selbst auch mehrere kleine Dörfer in den umliegenden Bergen, die als „pesciatinische Schweiz“ bekannt sind. Diese Bergdörfer wie Medicina oder Castelvecchio sind durch historische Stadtmauern, Kirchen und Türme geprägt.
Die erste Siedlung geht vermutlich auf die Langobarden zurück, deren Name für „Fluss“ dem Ort den heutigen Namen gab. Im Mittelalter wurde Pescia immer wieder umkämpft, besonders zwischen Florenz und Lucca, bis es schließlich unter florentinische Herrschaft geriet. Wirtschaftlich lebte die Stadt lange vom Anbau von Maulbeerbäumen und der Seidenraupenzucht, bevor der Blumenanbau und die Papierherstellung zu neuen Standbeinen wurden.
Heute ist Pescia vor allem als „Blumenstadt“ berühmt, deren Nelken weltweit gehandelt werden. Die Stadt beherbergt den Alten Blumenmarkt mit moderner Architektur und das Museum des Papiers in Pietrabuona. In Collodi lockt die barocke Villa Garzoni mit Gartenanlagen und einem Schmetterlingshaus, während der Parco di Pinocchio an die Abenteuer der berühmten Holzfigur erinnert.