Pezzaze liegt hoch in der Val Trompia, einer von Bergen umschlossenen Talschaft in der Provinz Brescia. Der Ort ist von Wäldern und steilen Hängen umgeben, durch die sich der Mella schlängelt. Im Dialekt der Gegend wird der Name „Pedhadhe“ oder „Pezàze“ ausgesprochen, je nach Dorfteil.
Erstmals taucht Pezzaze in den Statuten von 1529 auf, doch die darin erwähnten Regeln gehen auf ältere Fassungen aus dem Jahr 1318 zurück. Immer wieder musste der Ort für die Republik Venedig Soldaten stellen, etwa zur Verteidigung von Bagolino oder zur Arbeit an Festungsanlagen wie der Rocca d’Anfo. Auch die Kirche Santa Maria Maddalena in Lavone wurde mehrfach umgebaut, nachdem sie bei einem Hochwasser beschädigt worden war. Eine besondere Rolle spielte der Bergbau: Die Miniera Marzoli ist heute ein Museum, das an die einst blühende Erzförderung erinnert.
Heute prägen die alten Bergwerksstollen und die wiederhergestellte Miniera Marzoli das Bild des Ortes. Das Gemeindewappen zeigt eine Waage als sprechendes Symbol für den Namen Pezzaze, der sich vom lateinischen „Pesaciis“ ableitet. Die Kirche Sant’Apollonio in Stravignino und die Pfarrkirche Santa Maria Maddalena in Lavone sind wichtige Bauwerke, die von der langen Geschichte des Ortes zeugen.