Piešťany liegt im Westen der Slowakei, eingebettet zwischen dem Donautiefland und dem Gebirge Považský Inovec. Der Fluss Waag durchfließt die Stadt, während sich im Süden der Stausee Sĺňava ausbreitet. Die umliegenden Hügel der Kleinen Karpaten und des Inovec rahmen die Landschaft ein. Im Westen schließt sich der eingemeindete Ort Kocurice an, der jenseits der Autobahn liegt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen Zehntausende Jahre zurück, doch die Thermalquellen prägten die Entwicklung entscheidend. Im Mittelalter nutzten Könige wie Matthias Corvinus die Heilkräfte, während Adelsfamilien wie die Erdődy ab dem 18. Jahrhundert die ersten Badehäuser errichteten. Später übernahmen die Familie Winter die Anlagen und machten sie zu einem internationalen Kurort. Seit 1945 ist Piešťany offiziell eine Stadt.
Die Stadt besticht durch ihre Kuranlagen auf der Waag-Insel, darunter das neoklassizistische Napoleon-Bad und Jugendstilbauten wie das Thermia Palace. Berühmt wurde sie auch durch ein Schachturnier 1922, das in Stefan Zweigs Novelle „Schachnovelle“ verewigt wurde. Heute zieht der Ort mit Thermalquellen, Schlammtherapien und dem einzigen Adeli-Zentrum weltweit Kurgäste an.