Piran liegt auf einer schmalen Halbinsel an der slowenischen Adriaküste, wo das Meer tief ins Land greift. Die Altstadt schmiegt sich an eine Landzunge, die sich wie ein Finger ins Wasser streckt, während im Norden steile Klippen und Salinen das Bild prägen. Die Stadt ist der Hauptort einer Gemeinde, die sich aus mehreren Orten zusammensetzt, und gehört zu den bekanntesten Zielen an der Slowenischen Riviera.
Der Name könnte auf das griechische Wort für Feuer zurückgehen, denn einer Legende nach diente ein Feuer auf der Landzunge Punta den Schiffen als Wegweiser. Schriftlich taucht Piran erstmals im siebten Jahrhundert auf, doch seine Wurzeln reichen weiter zurück: Unter byzantinischer Herrschaft entstand hier eine befestigte Siedlung. Später prägten die Römer, Franken und Venezianer die Geschicke der Stadt, die 1283 unter venezianische Herrschaft geriet. Im 17. Jahrhundert wurde hier Giuseppe Tartini geboren, dessen Name bis heute mit dem zentralen Platz verbunden ist.
Die Altstadt besticht durch enge Gassen im venezianischen Stil und Bauwerke wie die Kathedrale St. Georg mit ihrem markanten Turm, der als Wetterfahne dient. Der Tartiniplatz, einst ein kleiner Hafen, ist heute das Herz der Stadt und wird von einem Denkmal des Komponisten geziert. Drei Museen am Hafen erzählen von der Beziehung der Menschen zum Meer, während die Salinen und der Küstenwanderweg die natürliche Umgebung prägen. Die Stadt vereint so Geschichte, Kultur und die besondere Lage an der Adriaküste.