Planken liegt im westlichen Teil Liechtensteins, eingebettet am Hang des Dreischwesternmassivs. Der Ort thront auf einer Bergterrasse in beträchtlicher Höhe über der Rheinebene und blickt nordöstlich auf Schaan hinab. Zu seinem Gebiet zählen nicht nur das Hochplateau Oberplanken, sondern auch mehrere abgelegene Alpen und ungewöhnliche Exklaven. Im Süden und Westen grenzt es an Schaan, im Norden an Nendler Berg und Dachsegg, während im Osten die österreichische Gemeinde Frastanz liegt.
Der Name Planken leitet sich vom romanischen Wort für Halde ab und verweist auf die frühe Rodungstätigkeit der romanischen Bevölkerung aus Schaan und Vaduz. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts folgten die Walser und rodeten weitere Flächen an den oberen Berghängen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort im 14. Jahrhundert. Planken erlitt in seiner Geschichte schwere Verwüstungen, etwa durch die Eidgenossen 1499 und französische Truppen 1799. Die Anbindung an das Strassennetz 1868 brachte zwar Fortschritt, doch ein Grossbrand und die darauf folgende Abwanderung setzten dem Dorf zu.
Heute ist Planken vor allem durch seine malerische Kapelle St. Josef bekannt, die vermutlich im 18. Jahrhundert entstand und später mehrfach umgestaltet wurde. Die Gemeinde beherbergte mit Hanni Wenzel eine berühmte Ski-Olympiasiegerin und ist Heimat weiterer Persönlichkeiten wie der Skirennläuferin Tina Weirather. Die umliegenden Alpen wie Gafadura und Alpzinka zeugen von der traditionellen Alpwirtschaft, während die Exklaven und Enklaven das einzigartige Siedlungsbild prägen.