Plesio liegt im Val Menaggio am Comer See, etwa vierzig Kilometer von Como entfernt. Die Gemeinde gehört zur Berggemeinschaft der Täler am Lario und Ceresio und umfasst die Ortsteile Barna, Breglia, Calveseglio, Ligomena und Logo. Westlich öffnet sich das Tal Menaggio, das einen Weg nach Porlezza und weiter ins schweizerische Lugano bietet. Zu den Nachbargemeinden zählen Cremia, Garzeno, Grandola ed Uniti, Menaggio und San Siro.
Frühe Spuren führen in die Bronzezeit: Eine mächtige Mauer um den Ciapp del castell und Ortsnamen wie Ligomena deuten auf eine befestigte Anlage hin, die vermutlich im zwölften Jahrhundert entstand. Später gehörte Plesio zu den Orten, die sich 196 vor Christus dem römischen Konsul Marcus Claudius Marcellus ergaben. Schriftliche Quellen aus dem vierten Jahrhundert vor Christus belegen die Anwesenheit der Golasecca-Kultur. Im Mittelalter unterstand der Ort der Pfarrei Menaggio und war für die Instandhaltung eines Abschnitts der Via Regia verantwortlich. 1413 erhielt die Familie de’ Castelli Plesio als Lehen, das 1469 bestätigt wurde. Bis ins 18. Jahrhundert wechselte die Zugehörigkeit mehrfach zwischen verschiedenen Verwaltungsbezirken.
Besonders bekannt ist Plesio für seine Kirchen und Wallfahrtsstätten wie die Pfarrkirche San Fedele, die Kirche Santa Maria Maddalena in Barna und die Wallfahrtskirche Madonna di Breglia. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch der Schalenstein von Plesio. Jährlich finden Feste wie das Sebastianfest in Logo oder das Maria-Magdalena-Fest in Barna statt. Der Ort brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter den Goldschmied Gasparo Mola, der am päpstlichen Hof arbeitete, und den Dichter Gian Pietro Lucini. Auch der Widerstandskämpfer Don Umberto Marmori, der während des Zweiten Weltkriegs vielen Verfolgten half, ist mit Plesio verbunden.