Poprad liegt eingebettet in einem Talkessel am Südostrand der Hohen Tatra, wo der Fluss Poprad von Westen nach Nordosten fließt. Umgeben wird die Stadt von den Leutschauer Bergen im Osten, den Kozie chrbty im Süden und der Niederen Tatra im Südwesten. Das Stadtzentrum befindet sich auf etwa 670 Metern Höhe, während die Hohe Tatra gleich hinter der Stadt aufragt. Mit einer Fläche von rund 63 Quadratkilometern ist sie eine der größeren Städte der Region.
Die ersten Siedlungen an diesem Ort wurden bereits im 13. Jahrhundert erwähnt, darunter unter slawischen und später deutschen Namen wie Deutschendorf oder Georgenberg. Nach dem Mongoleneinfall von 1242 siedelten sich deutsche Kolonisten an, die der Region den Stempel der Zipser Sachsen aufdrückten. Spišská Sobota, heute ein Stadtteil, war einst das bedeutendste Marktzentrum und erhielt als erste der späteren Teilgemeinden Stadtrechte. Poprad selbst entwickelte sich erst später zu einer Stadt, besonders als die Eisenbahnlinie Kaschau–Oderberg 1871 fertiggestellt wurde und den Tourismus sowie Handel belebte.
Heute ist Poprad vor allem als Tor zur Hohen Tatra bekannt, mit einem Wasserpark, der aus natürlichen Energiequellen gespeist wird. Die Altstadt von Spišská Sobota zählt zu den kunsthistorisch wertvollsten Plätzen der Zips und ist als Denkmalzone geschützt. Die Stadt beherbergt zudem bedeutende Industriebetriebe wie die Waggonfabrik Tatravagónka und den Haushaltsgerätehersteller Whirlpool. Durch ihre Lage am Fuße der Berge und die historische Mischung aus slowakischen, deutschen und ungarischen Einflüssen bietet Poprad eine vielseitige Kulturlandschaft.