Postojna liegt im Südwesten Sloweniens, etwa auf halber Strecke zwischen der Hauptstadt Ljubljana und der Adriaküste. Die Stadt ist durch die Autobahn A1 und die historische Südbahn gut angebunden und wird vom kühleren Klima der Dinarischen Alpen geprägt. Die nahegelegene Pforte von Postojna markiert einen Übergang über das Gebirge.
Erstmals erwähnt wurde der Ort während der Zeit Österreich-Ungarns, als er zum Herzogtum Krain gehörte. Die Eröffnung der Eisenbahnlinie Wien–Triest im 19. Jahrhundert brachte Postojna als Zwischenstation Bedeutung. Die nahe Tropfsteinhöhle entwickelte sich zu einem touristischen Anziehungspunkt, besonders nach der Entdeckung neuer Abschnitte. Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte die Stadt vorübergehend zu Italien, bevor sie wieder zu Slowenien kam.
Berühmt ist Postojna für die über 20 Kilometer lange Postojnska jama, eine der längsten Tropfsteinhöhlen der Welt, und die Burg Predjamski grad in ihrer Nähe. Die Höhle zog zahlreiche bedeutende Gäste an, darunter Kaiser Franz Joseph und mehrere Staatsoberhäupter. In der Stadt befindet sich zudem ein renommiertes Karstinstitut, das sich der Erforschung des Karstgebiets widmet.