Postoloprty liegt im Nordwesten Böhmens, nur wenige Kilometer westlich von Louny. Die Stadt breitet sich in einer flachen Landschaft aus, nahe der Eger, die hier durch fruchtbare Täler fließt. Mit ihren Ortsteilen erstreckt sie sich über ein größeres Gebiet, das von sanften Hügeln und weiten Feldern geprägt ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im frühen Mittelalter, als Cosmas von Prag in seiner Chronik sowohl das Dorf als auch eine nahegelegene slawische Burgstätte namens Draguš beschrieb. Ein Benediktinerkloster, das später den Namen Porta Apostolorum trug, prägte die Gegend, bis es 1420 von Hussiten zerstört wurde. Später gelangte die Herrschaft an die Familie Schwarzenberg, die sie bis ins 20. Jahrhundert besaß. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Postoloprty zu einem bedeutenden Zentrum innerhalb ihrer Besitzungen.
Die Stadt ist bekannt für ihre barocke Architektur, darunter ein Schloss, das auf den Grundmauern des ehemaligen Klosters entstand, und die Kirche Mariä Himmelfahrt. In der Umgebung finden sich archäologische Stätten, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen, sowie geologische Besonderheiten wie die Priesener Schichten. Persönlichkeiten wie der österreichische Politiker Julius Anton Glaser oder der Maler Anton Langweil stammen von hier. Ein dunkles Kapitel der Geschichte ist das Massaker an der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg, das bis heute mit einer Gedenktafel am Friedhof gewürdigt wird.