Přídolí liegt im Süden Böhmens, etwa fünf Kilometer südwestlich von Český Krumlov, an einer Straße, die dorthin und weiter nach Kaplice führt. Die umliegenden Orte wie Zahrádka oder Malčice liegen im Nordosten, während Větřní im Westen und Sedlice im Südosten zu finden sind. Die Landschaft ist von sanften Hügeln geprägt, und der Ort selbst ist von mehreren Ortsteilen und Wohnplätzen umgeben.
Seine Geschichte beginnt mit einer hölzernen Festung aus dem frühen 13. Jahrhundert, die als wichtiger Stützpunkt am Linzer Steig diente. Bereits 1220 wurde der Name Přídolí erstmals erwähnt, als er in einer Urkunde als Besitz des Geschlechts der Witigonen auftauchte. Im Laufe der Zeit wechselte der Ort mehrfach die Herrschaft, gehörte schließlich zum Kloster Hohenfurth und wurde nach den Hussitenkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg neu aufgebaut. Im 17. Jahrhundert erhielt er den Status eines Städtchens und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der Tschechoslowakei.
Heute prägen historische Bauwerke wie die St.-Laurentius-Kirche aus dem 14. Jahrhundert und ein alter Pranger aus dem Jahr 1592 das Ortsbild. Přídolí ist bekannt für seine malerische Lage inmitten sanfter Hügel und seine Verbindung zu alten Handelswegen. Der Ort bewahrt damit Spuren einer bewegten Vergangenheit zwischen Klosterherrschaft, Adelsbesitz und regionaler Bedeutung.