Pruszków liegt nur wenige Kilometer südwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau in der Region Masowien. Der Ort entwickelte sich aus dem älteren Ortsteil Żbików, wo bereits im 13. Jahrhundert ein katholisches Pfarramt bestand. Heute ist die Stadt vor allem durch ihre Nähe zur Metropole geprägt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, als ein Adliger den Ort erhielt. Pruszków wechselte mehrfach die Herrschaft: Es gehörte zur Woiwodschaft Masowien, wurde preußisch, dann Teil des Herzogtums Warschau und schließlich des Königreichs Polen. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz im 19. Jahrhundert brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung, besonders durch die Schwerindustrie. Im Ersten Weltkrieg wurde Pruszków polnisch, im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht besetzt und in das Durchgangslager 121 umgewandelt, das während des Warschauer Aufstands Hunderttausende durchlaufen mussten.
Pruszków ist bekannt für den markanten 256 Meter hohen Kamin des ehemaligen Kraftwerks, der heute als Funkturm dient. Die Stadt beherbergt zudem die einzige Hallenradrennbahn Polens, die BGŻ Arena, wo internationale Wettkämpfe stattfinden. Berüchtigt wurde Pruszków auch durch die sogenannte „Pruszków-Mafia“, eine der größten kriminellen Organisationen des Landes. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt zählen der Fußballspieler Jacek Gmoch und die Bahnradsportlerin Paulina Petri.