Putbus liegt im Südosten der Insel Rügen, umgeben von leicht hügeliger Landschaft und dem Rügischen Bodden. Der Ortsteil Lauterbach mit seinem kleinen Hafen gehört zu den ältesten Seebädern der Region. Die Stadt selbst ist Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen und umfasst auch die abgelegene Insel Vilm im Greifswalder Bodden.
Die erste urkundliche Erwähnung als *Putbus* stammt aus dem Jahr 1286, doch der Ort war bereits Sitz einer slawischen Adelsfamilie. Später gehörte er zu verschiedenen Herrschaften, darunter das Fürstentum Rügen und schwedische sowie preußische Territorien. Prägend wurde vor allem Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus, der im frühen 19. Jahrhundert die Stadt als Planstadt im klassizistischen Stil neu gestaltete und den Tourismus mit dem ersten Seebad der Insel einführte.
Putbus wird wegen seiner weißen Fassaden auch „Weiße Stadt“ genannt, da die Häuser traditionell weiß gestrichen sind. Die Rosenstadt verdankt ihren Namen den Rosenstöcken, die vor jedem Haus gepflanzt werden müssen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Circus mit seinem kreisrunden Platz, das Residenztheater und die Orangerie. Der historische Stadtkern wurde nach der Wende aufwändig saniert und ist heute ein beliebter Kurort.