Raron liegt im deutschsprachigen Teil des Wallis, zwischen den Städten Brig und Sitten. Der Ort wird von einem markanten Burghügel überragt, auf dem sich einst eine Burg der Herren von Raron befand. Im Süden des Gemeindegebiets ragt die Bietschtalbrücke über das Tal des Bietschbachs, während die Tunnelportale des Lötschberg-Basistunnels hier enden. Auf dem Heidnischbiel zeugen Spuren einer vorgeschichtlichen Siedlung von früher Besiedlung.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Burg und der Kirche verbunden. Die spätgotische Kirche St. Roman entstand aus einem Palas der Burg, und Ulrich Ruffiner gestaltete sie im frühen 16. Jahrhundert um. Im Beinhaus fand man eine bedeutende romanische Madonna aus Holz. Raron war zudem Sitz der Vitztume des Bischofs von Sitten und beherbergte später eine katholische Pfarrgemeinde.
Heute prägen die mittelalterliche Burgkirche mit ihrem Fresko der Höllenqualen und die moderne Felsenkirche St. Michael das Bild. Besonders bekannt ist Raron durch das Grab des Dichters Rainer Maria Rilke. Die Gemeinde verbindet sich mit Bergbahnen nach Eischoll und Unterbäch, während der Flugplatz als Basis der Air Zermatt dient. Regelmäßige Regionalzüge halten am Bahnhof und verbinden den Ort mit dem Wallis.