Remchingen liegt im Enzkreis zwischen Karlsruhe und Pforzheim im Pfinztal, eingebettet in eine Hügellandschaft am Übergang vom Kraichgau zum Nordschwarzwald. Die Gemeinde erstreckt sich auf Höhen zwischen 150 und 275 Metern und wird von der Pfinz durchflossen, in die mehrere Bäche wie der Kämpfelbach münden. Drei Landschaftsschutzgebiete prägen die Umgebung, die durch Streuobstbestände und seltene Pflanzen gekennzeichnet ist.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Keltenzeit zurück, später folgten Römer, Alamannen und Franken. Die Ortsteile wurden erstmals im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt, etwa Singen als „Sigincheim im Pfinzgau“. Die Herren von Remchingen errichteten im Mittelalter eine Wasserburg, die später an die Markgrafen von Baden überging. Im 16. Jahrhundert beteiligten sich die Orte am Bauernkrieg, und 1604 starb hier ein badischer Markgraf während eines Konflikts.
Heute besteht Remchingen aus den Ortsteilen Wilferdingen, Singen und Nöttingen. Wilferdingen ist das Zentrum mit Schulen, Rathaus und Kulturhalle. Singen beherbergt eine Grundschule und ein Hallenbad, während Nöttingen als historischer Durchgangsort zwischen Karlsruhe und Stuttgart gilt. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur und prägt sich durch ihre vielseitige Geschichte und landschaftliche Schönheit.