Rieseby liegt im Norden der Halbinsel Schwansen am Südufer der Schlei, einem schmalen Meeresarm in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde gehört zum Kreis Rendsburg-Eckernförde und ist Teil der naturräumlichen Einheit Schwansen, Dänischer Wohld. Neben dem namensgebenden Kirchdorf umfasst Rieseby weitere Dörfer wie Norby, Sönderby und Basdorf sowie mehrere Güter und Streusiedlungen. Die Landschaft ist geprägt vom hügeligen Gelände des Schleswig-Holsteinischen Hügellands.
Erstmals erwähnt wurde Rieseby im Jahr 1352 als Rysbyharret, doch bereits früher gab es hier Besiedlung durch Jüten und Angeln. Die spätromanische Backsteinkirche entstand um 1220 und gilt als bedeutendes Denkmal der Waldemarenzeit. Im Mittelalter diente der Ort als Thingstätte der Riesebyharde, wovon noch heute der Straßenname Dingstock zeugt. Nach einer Phase der Wüstung im 16. Jahrhundert wurde Rieseby im 19. Jahrhundert neu gegründet und entwickelte sich durch den Anschluss an die Eisenbahnlinie Kiel–Flensburg zu einem lebendigen Ort.
Heute prägen historische Bauwerke wie die spätromanische Kirche und das Gut Stubbe das Bild. Die Mühle Anna in Norby, 1911 aus Westerhever hierher versetzt, beherbergt ein Heimatmuseum mit über 2000 Exponaten. Das Ortswappen vereint mit Mitra und Dingstock die Verbindung zum Bistum Schleswig und zur mittelalterlichen Thingtradition. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Ravsted in Dänemark und Süderholz in Mecklenburg-Vorpommern.