Rietberg liegt im Nordosten von Nordrhein-Westfalen, eingebettet in die flache Emssandebene der Westfälischen Bucht. Die Stadt wird von der Ems durchflossen, während die Wapel und der Sennebach weitere prägende Gewässer sind. Im Süden grenzt sie an Lippstadt, im Westen an Rheda-Wiedenbrück und im Osten an Delbrück. Die Höhenunterschiede im Stadtgebiet sind gering, der höchste Punkt liegt bei 93 Metern, der niedrigste bei 74 Metern.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch der Name Rietberg taucht erstmals um 1100 als Rietbike auf. Der Ort entwickelte sich aus einer Burg, die im 11. Jahrhundert als Grenzburg entstand und später zur Grafschaft Rietberg gehörte. Diese war ein kleines, aber eigenständiges Territorium mit eigener Verwaltung und Währung. Nach wechselnden Herrschaften fiel Rietberg 1807 an Preußen und wurde 1816 Teil des Kreises Wiedenbrück.
Die Altstadt besticht durch zahlreiche Giebelhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, weshalb Rietberg den Beinamen „Stadt der schönen Giebel“ trägt. Im Jahr 2008 richtete sie die Landesgartenschau aus und trägt seit 2009 das Siegel „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Die umliegende Landschaft mit ihren Mooren und der Emsaue prägt das Bild der Stadt, die sich heute als kleine Mittelstadt mit stark landwirtschaftlich geprägtem Umland präsentiert.