Rodalben liegt im mittleren Pfälzerwald, genauer im Gräfensteiner Land, wo die Landschaft von den typischen Karlstalschichten geprägt ist. Westlich geht das Gelände in die Westricher Hochfläche über. Der Ort wird vom Fluss Rodalb durchzogen, der hier von mehreren Bächen wie dem Langenbach, Lindersbach und Hodentalbach gespeist wird. Im Norden und Nordosten erheben sich markante Erhebungen wie der Hilschberg und der Kirchberg, während im Westen der Grünbühl mit seiner markanten Höhe von über 400 Metern die Gemarkung prägt. Die Stadt Pirmasens ist nur wenige Kilometer entfernt und dient als wichtiger Nachbarort.
Die erste urkundliche Erwähnung Rodalbens stammt aus dem Mittelalter, doch vermutlich geht die Siedlung auf keltische Ursprünge zurück. Der Name könnte sich entweder vom roten Sand des Flussbettes oder vom Roden der Wälder ableiten. Über Jahrhunderte war der Ort eine bäuerliche Ansiedlung, die mit der nahen Burg Gräfenstein verbunden war. Die erste Pfarrkirche entstand vermutlich um 1360, deren romanischer Turm und freskenverzierter Chor noch heute erhalten sind. Später wurde Rodalben Verwaltungssitz des Gräfensteiner Amtes und wechselte mehrfach die Landeszugehörigkeit, darunter unter badischer, französischer und bayerischer Herrschaft.
Heute ist Rodalben eine Kleinstadt mit historischem Kern, der von der Marienkirche und der Maria-Trost-Kapelle geprägt wird. Die Stadt ist Sitz einer Verbandsgemeinde und bekannt für ihre Schuhindustrie, die einst prägend war. Im 20. Jahrhundert kamen weitere Sakralbauten wie St. Josef hinzu, während die jüdische Gemeinde während der NS-Zeit zerstört wurde. Die umliegenden Hügel und Wälder bieten Wanderwege, und die Nähe zu Pirmasens macht den Ort zu einem zentralen Punkt im Südwestpfälzer Raum.