Rodenberg liegt eingebettet im Deister-Süntel-Tal zwischen den bewaldeten Höhenzügen Deister, Süntel und Bückeberg. Die Stadt wird von den Flüssen Rodenberger Aue und Steinaue durchzogen, während sich im Westen der namensgebende „Alte Rodenberg“ erhebt. Die Bundesstraßen 442 und 65 begrenzen das Stadtgebiet, das sich in die Ortsteile Rodenberg und Algesdorf gliedert. Grove, heute ein Teil Rodenbergs, wurde bereits 1834 eingemeindet.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich aus vorgeschichtlicher Zeit, etwa in Form von Hügelgräbern. Die Grafen von Schaumburg errichteten im 10. Jahrhundert eine Burg auf dem Alten Rodenberg, die als „Castrum Rodenbergum“ urkundlich erwähnt wurde. Später entstand eine Wasserburg, die später zum Schloss umgebaut wurde. Im Mittelalter erhielt Rodenberg den Status einer befestigten Siedlung und später Stadtrechte. Nach dem Aussterben der Schaumburger Grafen fiel die Stadt an Hessen-Kassel und wurde Teil eines Amtes. Ein verheerender Stadtbrand zerstörte 1859 weite Teile der Stadt, darunter das Schloss und das Rathaus.
Die Stadt bewahrt ihre Geschichte in Bauwerken wie dem Schloss Rodenberg mit seinen Resten der mittelalterlichen Anlage und dem Ständehaus. Die Windmühle auf dem Alten Rodenberg, heute ein Wahrzeichen, wurde nach einem Brand originalgetreu wiederhergestellt. Regelmäßige Feste wie das Weinfest oder der Martini-Markt prägen das kulturelle Leben. Die Umgebung mit dem Bürgerpark und dem Schlosspark lädt zum Verweilen ein.