Röhrmoos liegt in Oberbayern, etwa einen Tagesmarsch nordwestlich von München, auf einer leichten Anhöhe zwischen den Tälern von Amper und Glonn. Das hügelige Gelände gehört zu einer alten Landschaft, die sich zwischen Donau und Isar erstreckt. Nachbarorte wie Dachau im Südosten oder die Glonnorte im Westen prägen die Umgebung. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Biberbach und Sigmertshausen.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in vorrömische Zeiten zurück, wie Hügelgräber im Umland zeigen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem achten Jahrhundert, als ein Mordfall in „Roraga mussea“ – so der alte Name für Röhrmoos – eine Schenkung an die Freisinger Kirche auslöste. Im Mittelalter wurde Röhrmoos zu einem Pfarrdorf, später gehörte es zum Münchner Rentamt und zum Dachauer Landgericht. Ein Schulhaus entstand 1799 durch private Initiative, und 1818 wurde die heutige Gemeinde gegründet. Eisenbahn und Weltkriege hinterließen ihre Spuren, ebenso wie die Ankunft von Heimatvertriebenen nach 1945.
Heute ist Röhrmoos vor allem für seine Kirchen bekannt, darunter die spätgotische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und die Fischerkirche in Sigmertshausen, ein barockes Wallfahrtsziel. Mariabrunn, einst ein berühmter Kurort mit Marienwallfahrt, beherbergt heute einen Biergarten. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit dem südfranzösischen Taradeau, wo ein Olivenbaum und ein Maibaum die Verbindung symbolisieren. Regelmäßige Märkte und Feste erinnern an diese Freundschaft.