Rußbach liegt im hügeligen Süden des Weinviertels, etwa fünfzehn Kilometer nordwestlich von Stockerau. Drei Bäche durchziehen das Gebiet: der Stranzendorfer Bach und der Hundsgraben fließen in die Schmida ab. Die Landschaft steigt von 230 Metern im Süden auf bis zu 414 Meter am Haberg an, einem der höchsten Punkte zwischen Stranzendorf im Osten und den Rußbacher Ortsteilen im Westen. Fast zwei Drittel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, ein knappes Viertel ist bewaldet, und Weingärten bedecken sieben Prozent des Bodens.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1171. Damals gab es bereits beträchtliche Weinbauflächen, die später auf etwa 288 Hektar anwuchsen. Die heutige Gemeinde entstand 1970 durch die Zusammenlegung von Niederrußbach, Oberrußbach und Stranzendorf. Über Jahrhunderte prägte der Weinbau das Leben hier, unterstützt von einer kleinen Zahl an Handwerksbetrieben und Dienstleistern.
Drei Kirchen zeugen von der langen Geschichte: in Niederrußbach steht eine dem heiligen Oswald geweihte Pfarrkirche, in Stranzendorf eine solche den Aposteln Peter und Paul, und in Oberrußbach eine Filialkirche der heiligen Margaretha. Vereine wie die Feuerwehr und ein Musikverein beleben das dörfliche Leben. Die Gemeinde beherbergt einen Kindergarten und eine Volksschule und wird seit Jahrzehnten von Bürgermeistern der Volkspartei geführt.