Rychvald liegt in Mährisch-Schlesien am rechten Ufer der Stružka, eingebettet in eine Teichlandschaft. Die Stadt grenzt im Südwesten an die Ostrauer Stadtteile Michálkovice und Heřmanice, im Norden an Záblatí und Bohumín und im Osten an Lutyně, Poruba und Orlová. Mit etwa 7.500 Einwohnern und einer Höhe von 220 Metern über dem Meeresspiegel gehört sie zum Okres Karviná und zur Metropolregion Ostrava.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1305 in einer Zehntliste des Bistums Breslau als Reichwaldau. Lange Zeit blieb er ein Bauerndorf, bis der nahe Steinkohlenbergbau im 19. Jahrhundert eine Wandlung zur Bergarbeitersiedlung einleitete. Das Schloss Starý Dvůr entstand 1577, die Kirche der Heiligen Anna 1595. Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte Rychvald durch Grenzverschiebungen mehrmals die Zugehörigkeit, bevor es 1945 zur Tschechoslowakei kam. Heute ist das sanierte Schloss ein Zeichen der historischen Entwicklung.
Die Stadt ist bekannt für ihr saniertes Schloss und die kulturellen Beiträge ihrer Persönlichkeiten, darunter der Opernsänger Přemysl Kočí und der Musiker Robert Brojer. Ortsteile wie Dvorek, Jarošovice und Podlesí prägen das Bild. Die Nähe zu Ostrava und die Teichlandschaft machen Rychvald zu einem Ort mit ländlichem Charme und städtischer Anbindung.