Salisbury liegt in der englischen Grafschaft Wiltshire, wo sich der Avon und der Wylye zu einem Fluss vereinen. Die Stadt ist von sanften Hügeln umgeben und zählt zu den kleineren, aber geschichtsträchtigen Orten der Region. Old Sarum, eine eisenzeitliche Burgruine, thront auf einem Hügel in der Nähe und zeugt von der langen Besiedlungsgeschichte.
Die Wurzeln Salisburys reichen bis in die Eisenzeit zurück, als dort ein Burgwall entstand. Später nutzten Römer, Angelsachsen und Normannen den Ort als Festung, bevor er im 11. Jahrhundert zum Bischofssitz wurde. Im 13. Jahrhundert verlegte ein Bischof den Siedlungsschwerpunkt in das Tal südlich von Old Sarum und gründete die neue Stadt, die zunächst New Sarum hieß. Die Kathedrale entstand als Mittelpunkt dieser Ansiedlung und wurde nach wenigen Jahrzehnten fertiggestellt. Salisbury entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für Textilhandel, verlor jedoch im Bürgerkrieg an Bedeutung.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, allen voran die Kathedrale mit ihrem markanten Turm, der zu den höchsten Kirchtürmen Englands gehört. In ihrem Inneren wird eines der letzten erhaltenen Exemplare der Magna Carta aufbewahrt. Der Marktplatz mit seinem alten Kreuz und den denkmalgeschützten Fachwerkhäusern erinnert an die wirtschaftliche Blütezeit als Handelsort. Old Sarum und das nahe Stonehenge ziehen Besucher aus aller Welt an, während die Stadt selbst als ruhiger Ort inmitten einer von Landwirtschaft geprägten Landschaft gilt.