Schiers liegt im vorderen Prättigau, wo der Schraubach in die Landquart mündet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Fluss bis zu den Gipfeln des Rätikon an der Grenze zu Österreich. Während der Süden steil und bewaldet abfällt, prägt im Norden eine hügelige Landschaft aus Bündnerschiefer die Gegend. Zu Schiers gehören neben dem Hauptort auch verstreute Fraktionen wie Lunden oder Schuders. Die Landquart durchzieht das Tal auf etwa fünf Kilometern Länge.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronze- und Eisenzeit zurück, römische Münzen belegen spätere Anwesenheit. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1101 als Scieres, der Name verweist auf den lateinischen Begriff für Ahorn. Die Kirche St. Johann, die älteste des Prättigaus, entstand vermutlich im 5. Jahrhundert. Im Mittelalter wechselten die Herrschaften mehrfach, bis sich die Gemeinde 1649 von Habsburg lossagte. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert vollzog sich ein Sprachwechsel vom Romanischen zum Deutschen.
Die spätgotische Kirche St. Johann mit ihren historischen Vorgängerbauten ist ein bedeutendes Bauwerk. Die Salginatobelbrücke, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, verbindet das Tal seit 1930. Schiers ist zudem bekannt für seine Evangelische Mittelschule, die unter anderem Alberto Giacometti prägte. Das Regionalspital und die Regionalzeitung unterstreichen die zentrale Rolle der Gemeinde im Prättigau.