Schillingsfürst liegt im Naturpark Frankenhöhe in Mittelfranken und gehört zur Metropolregion Nürnberg. Die Stadt liegt auf der Europäischen Hauptwasserscheide, wo Gewässer wie der Davidsbach nach Westen zur Nordsee fließen, während Wörnitz und Sulzach nach Süden zur Donau entwässern. Nachbarorte sind unter anderem Gebsattel, Buch am Wald und Wörnitz.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1000 in einer Urkunde von Kaiser Otto III. als Grenzpunkt eines Wildbannbezirks. Im 14. Jahrhundert gelangte Schillingsfürst an die Hohenlohe-Familie, die Burg und Dorf Frankenheim prägten. Mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg und im Bauernkrieg niedergebrannt. 1744 erhob Kaiser Karl VII. die Herrschaft zum Reichsfürstentum, das 1757 offiziell anerkannt wurde.
Prägend für die Stadt ist die planmäßige Siedlungspolitik unter Fürst Karl Albrecht, die Zuwanderer und Handwerker anlockte. Das historische Stadtbild wird von der wiederaufgebauten Burg und der barocken Erweiterung geprägt. Ein besonderes kulturelles Erbe ist das Schillingsfürster Jenische, eine Variante des Rotwelschen. Die Stadt liegt in einer abwechslungsreichen Landschaft mit Wäldern und Flusstälern, die zum Naturpark Frankenhöhe gehören.