Schiltberg liegt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und ist die östlichste Gemeinde der Region. Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft mit ausgedehnten Wäldern, durchzieht die Weilach den Ort. Der Hofberg mit seiner Höhe von 503 Metern überragt das Gemeindegebiet als markanter Hausberg, während das umliegende Holzland mit seinen Forsten das Landschaftsbild prägt.
Die Geschichte Schiltbergs reicht bis in die Bronzezeit zurück, wie Funde auf dem Hofberg und dem Budelberg belegen. Im Mittelalter residierten hier die Marschalken von Schiltberg, einflussreiche Beamte der Wittelsbacher. Die Burg auf dem Hofberg bestand bis etwa 1450, bevor sie verfiel. Im 19. Jahrhundert entstand durch die bayerische Verwaltungsreform die heutige Gemeinde, die später durch Eingemeindungen weiterer Orte wie Aufhausen und Rapperzell wuchs.
Besonders bekannt ist Schiltberg für seine kulturellen Einrichtungen wie das Hofbergtheater, eine Freilichtbühne auf dem Gelände einer alten Burgruine, die seit den 1950er Jahren Ritterspiele und Theateraufführungen beherbergt. Die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit ihrem mittelalterlichen Turm und barocken Altären ist ein weiteres Wahrzeichen. Persönlichkeiten wie der Tenor Karl Liebl oder die Volksmusikerin Traudl Well stammen aus Schiltberg.