Schleiz liegt im Südosten Thüringens auf den Hochebenen des Vogtlandes, durchflossen von der Wisenta, einem Nebenfluss der Saale. Die Stadt ist umgeben von einer Hügellandschaft, in der sich Wälder und Freiflächen abwechseln. Südlich erhebt sich die Hirschraufe als höchste Erhebung mit etwa 596 Metern. Im Norden erstreckt sich eine Seenplatte mit den Plothener Teichen, dem größten natürlichen Teichgebiet Thüringens.
Die Anfänge Schleiz’ reichen bis zu einem slawischen Dorf namens „Slowicz“ zurück, das sich um eine mittelalterliche Burg entwickelte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1232, doch schon 1297 galt er als Oppidum. Die Stadt entstand aus zwei getrennten Siedlungen, Altstadt und Neustadt, die erst 1482 vereint wurden. Schleiz war lange Residenzstadt des Fürstentums Reuß-Schleiz, bis die Herrschaft 1848 nach Gera verlegt wurde. Prägend waren auch die Hexenverfolgungen im frühen 17. Jahrhundert und das Gefecht bei Schleiz 1806, in dem französische Truppen unter Napoleon gegen preußische und sächsische Verbände kämpften.
Heute ist Schleiz vor allem für das Schleizer Dreieck bekannt, eine der ältesten Motorsport-Rennstrecken Deutschlands. Die Ruinen des einstigen Schlosses, das bis 1945 bestand, zeugen von der ehemaligen Residenzzeit. Die Stadtkirche St. Georg, schwer beschädigt im Zweiten Weltkrieg, wurde wiederaufgebaut. In der Umgebung lädt die Seenplatte zu Wanderungen ein, während die Hügellandschaft mit ihren Wäldern und Freiflächen ein abwechslungsreiches Bild bietet.