Schrattenbach liegt im Industrieviertel Niederösterreichs, eingebettet in Täler, die vom Hornungbach und Schrattenbach durchzogen werden. Diese Bäche vereinigen sich zum Johannesbach und fließen ostwärts nach Wiener Neustadt. Die Höhenlagen reichen von etwa 500 Metern an den Bachläufen bis zu 800 Metern in den bewaldeten Höhen an der Gemeindegrenze. Fast zwei Drittel des Gemeindegebiets sind von Wald bedeckt, während knapp ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Die ältesten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, etwa durch eine 5000 Jahre alte Tonfigurine. Später folgten bronzezeitliche Schmelzplätze und eine slawische Ansiedlung, erkennbar an Ortsnamen wie Sieding. Die deutsche Besiedlung begann im Mittelalter, als Wälder gerodet und Höfe als Lehen vergeben wurden. Lange prägten Land- und Forstwirtschaft das Leben, bis der Steinkohleabbau in der Nachbargemeinde Grünbach neue Arbeitsmöglichkeiten schuf. Die Eröffnung der Schneebergbahn verband Schrattenbach schließlich mit dem überregionalen Verkehrsnetz.
Heute ist die Burgruine Schrattenstein das markanteste Wahrzeichen der Gemeinde. Die Anlage wurde erstmals 1182 urkundlich erwähnt und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Besitzer, darunter die Adelsfamilien Hoyos und Scherffenberg. Seit 1937 gehört die verfallene Burg der Stadt Wien. Die Gemeinde selbst besteht aus fünf Ortsteilen, darunter Rosental mit den meisten Einwohnern. Ein Kindergarten und die Anbindung an die Schneebergbahn prägen die heutige Infrastruktur.