Schwerin liegt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns, eingebettet in eine seenreiche Waldlandschaft. Der Schweriner See prägt das Stadtbild, umgeben von weiteren Gewässern wie dem Burgsee, dem Pfaffenteich und dem Ziegelsee. Flüsse wie die Stör verbinden die Seen untereinander und schaffen ein Netz aus Wasserwegen. Die Stadt erstreckt sich über Hügel und Täler, wobei der Weinberg im Stadtteil Neumühle mit 86 Metern den höchsten Punkt markiert. Rund um die Gewässer finden sich noch Reste der einst ausgedehnten Wälder, die Schwerin den Beinamen „Stadt der sieben Seen und Wälder“ eingebracht haben.
Die Wurzeln Schwerins reichen bis in slawische Zeit zurück, als hier eine Burg am See stand. Erstmals erwähnt wurde der Ort um 1018 als slawische Burg, doch schon ein Reisender des 10. Jahrhunderts könnte die Siedlung gemeint haben. Deutsche Herrschaft begann mit Heinrich dem Löwen, der 1164 Stadtrechte verlieh und die Burg ausbauen ließ. Im Mittelalter entwickelte sich Schwerin zum geistlichen und politischen Zentrum, geprägt durch Grafen, Bischöfe und später die mecklenburgischen Herzöge. Die Stadt überstand Kriege und Belagerungen, etwa als sie 1358 monatelang einem Herzog standhielt.
Heute ist Schwerin vor allem als Sitz des Landtags und durch sein prächtiges Schloss bekannt, das seit 2024 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die historische Altstadt mit der Schelfstadt und das Kurviertel Zippendorf zeugen von vergangenen Epochen. Wirtschaftlich spielen Technologie, Maschinenbau und Gesundheitswirtschaft eine Rolle, doch auch Tourismus und Kultur gewinnen an Bedeutung. Sportlich ist die Stadt durch den Schweriner SC im Volleyball und ihre Tradition als Boxerstadt geprägt.